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Arbeitsanweisungen

QR-Codes in der Produktion: Einsatzmöglichkeiten in der Fertigung

· Aktualisiert am · 4 Min. Lesezeit

QR-Code-Etikett im Einsatz in der Fertigung

Ein QR-Code (kurz für Quick-Response-Code) ist eine Art Matrixcode (oder zweidimensionaler Barcode), der 1994 ursprünglich für die Automobilindustrie in Japan entwickelt wurde. Ein Barcode ist ein maschinenlesbares optisches Etikett, das Informationen über den Gegenstand enthält, an dem es angebracht ist. In der Praxis enthalten QR-Codes oft eine Kennung oder einen Link, der auf eine Website oder Anwendung verweist. Das Quick-Response-System wurde auch außerhalb der Automobilindustrie beliebt, weil es sich schnell lesen lässt und mehr Daten speichern kann als Standard-Barcodes. In diesem Beitrag sehen wir uns an, wo QR-Codes in der Fertigung wirklich nützlich sind und wo es schiefgeht.

Woher QR-Codes kommen

QR-Codes wurden erfunden, um Teile in der Fertigung zu verfolgen. Anfang der 1990er-Jahre brauchte Denso Wave, damals Teil des Toyota-Zulieferers Denso, einen Code, der mehr Informationen aufnehmen konnte als ein Standard-Barcode und sich an der Produktionslinie schnell scannen ließ. Das Ergebnis, 1994 vorgestellt, war der QR-Code.

Die wichtigste praktische Veränderung heute: Fast jeder trägt einen Scanner bei sich. Die Kamera eines Smartphones oder Tablets liest einen QR-Code ohne spezielle Hardware. Dadurch ist es günstig, Codes überall dort anzubringen, wo Menschen Informationen brauchen.

Eine Person scannt im Fertigungsprozess einen QR-Code

Die richtige Arbeitsanweisung an der Station öffnen

Für Arbeitsanweisungen ist das der wichtigste Einsatz. Bringen Sie einen QR-Code am Arbeitsplatz, an der Maschine oder auf der Laufkarte an, und ein Werker, der ihn scannt, landet bei der Anweisung für genau diesen Ort oder diesen Auftrag.

Die entscheidende Gestaltungsfrage ist, worauf der Code verweist. Verweist er auf eine Datei (ein PDF auf einem Netzlaufwerk, einen E-Mail-Anhang), zeigt er auch dann noch auf diese Datei, wenn sich der Prozess geändert hat. Jemand aktualisiert die Anweisung, speichert eine neue Version unter einem neuen Namen, und der Code an der Maschine öffnet weiterhin die alte.

Ein QR-Code sollte auf die Anweisung verweisen, nicht auf eine Datei. Wird die Anweisung überarbeitet und freigegeben, öffnet derselbe Code die neue freigegebene Version. Niemand muss Etiketten neu drucken, und niemand muss sich fragen, ob das Exemplar vor ihm aktuell ist.

Ein paar praktische Punkte:

  • Ein Code pro Ort oder Auftrag. Ein Code an einer Maschine sollte öffnen, was an dieser Maschine gemacht wird. Ein Code auf einer Laufkarte sollte die Anweisung für diese Teilenummer oder diesen Arbeitsgang öffnen. In der variantenreichen Montage ist die Laufkarte oft der bessere Ort, denn die Station wechselt die Aufträge, die Laufkarte aber begleitet das Teil.
  • Ausdrucke zum Abgleichen nutzen, nicht als Ersatz. Wenn Sie an einer Station noch gedruckte Anweisungen haben, drucken Sie einen QR-Code darauf. Wer das Papier in der Hand hält, kann ihn scannen und sehen, ob der Ausdruck noch der aktuellen Version entspricht.
  • Etiketten haltbar machen. Öl, Hitze und Reinigung setzen Papieraufklebern zu. Laminierte oder metallische Schilder, auf Augenhöhe und außerhalb von Spritzbereichen angebracht, lassen sich jahrelang zuverlässig scannen.
  • Die Geräte prüfen. Legen Sie fest, welche Tablets oder Smartphones in der Fertigung zugelassen sind, und testen Sie das Scannen bei realer Beleuchtung und aus dem Abstand, in dem die Werker tatsächlich stehen.

Teile und Ware in Arbeit verfolgen

Mit QR-Codes auf Teilen, Behältern und Laufkarten erfassen Sie, wo sich ein Teil befindet und welche Arbeitsgänge es durchlaufen hat. Da ein QR-Code mehr Daten fasst als ein Standard-Barcode, kann er Teilenummer, Charge und Seriennummer auf einem Etikett tragen. Das unterstützt die Rückverfolgbarkeit, wenn ein Kunde oder Auditor fragt, welche Charge wohin gegangen ist.

Anlagen und Instandhaltung

Die Instandhaltung jeder einzelnen Anlage im Blick zu behalten, kann sehr aufwendig sein, besonders wenn Sie mit Papiernachweisen arbeiten. Ein QR-Code an jeder Maschine kann ihre Instandhaltungshistorie, die nächste geplante Prüfung und die zugehörige Vorgehensweise öffnen. Der Techniker scannt, führt die Prüfung durch, erfasst das Ergebnis, und der Nachweis ist dieser Maschine zugeordnet statt einem Ordner im Instandhaltungsbüro.

Werkzeuge, Lehren und Vorrichtungen

Werkzeuge und Lehren wandern herum. Ein QR-Code an einem Drehmomentschlüssel, einer Lehre oder einer Vorrichtung kann sie identifizieren und ihren Kalibrierstatus oder die Anweisung zum Einrichten anzeigen. Das ist besonders nützlich bei Rüstvorrichtungen, die ähnlich aussehen, aber zu unterschiedlichen Produkten gehören.

Wo REWO ins Spiel kommt

In REWO Guides lässt sich jede Anweisung per QR-Code öffnen oder als PDF mit aufgedrucktem QR-Code exportieren. Der Code öffnet die aktuell freigegebene Version, sodass ein neuer Revisionsstand ohne Neudruck an die Station gelangt. Anweisungen lassen sich auch aus dem MES oder ERP öffnen, wo ein Fertigungsauftrag direkt die richtige Anweisung öffnet.

Weiterlesen: REWO Guides · Arbeitsanweisungen für die variantenreiche Montage · Prozessingenieure

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